Externes Employer Branding – Maßnahmen für jede Unternehmensgröße

Externes Employer Branding, Kollegen machen ein Selfie, StudySmarter

Besonders kleine und mittelständische Unternehmen haben oft den Eindruck, zwischen den Marktführern und Großkonzernen als attraktiver Arbeitgeber übersehen zu werden – die Lösung: externe Employer Branding Maßnahmen! Als zukunftsorientiertes Start-up wissen wir: Es kommt dabei nicht auf die Unternehmensgröße an. Denn egal, ob es sich um ein kleines oder mittelständisches Unternehmen oder sogar einen Konzern handelt – mit einem strategisch ausgerichteten externen Employer Branding kann auf die eigenen Arbeitgebervorzüge aufmerksam gemacht werden.

In diesem Beitrag erfährst du mehr zu …

  1. den Zielen des externen Employer Brandings
  2. der Beziehung von Personalmarketing und Employer Branding
  3. der Umsetzung von externem Employer Branding
  4. der Zusammenarbeit mit StudySmarter
  5. der Gen Z und Employer Branding
  6. den Erfolgskriterien im externen Employer Branding

Ziele externes Employer Branding – Arbeitgeberpositionierung stärken

In einer Zeit, in welcher vor allem Nachwuchsfachkräfte stark umkämpft sind, kann eine starke Employer Brand dein Ass im Ärmel werden. Denn mit generischen Versprechungen und einer unklaren Arbeitgebermarke lassen sich die nachrückenden Generationen nicht begeistern. Stattdessen solltest du gezielt externe Employer Branding Maßnahmen einsetzen, um dein Unternehmen vom Wettbewerb abzuheben und die eigenen Arbeitgebervorzüge klar nach außen zu kommunizieren.

Externes Employer Branding – Definition

Das externe Employer Branding befasst sich mit der Positionierung der Arbeitgebermarke sowie der Abgrenzung zum Wettbewerb. Mit verschiedenen externen Employer Branding Maßnahmen wird das Ziel verfolgt, neue Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern und letztendlich zu einer Bewerbung zu bewegen.

Zusammenspiel externes Personalmarketing und Employer Branding

Das externe Employer Branding steht in einem engen Zusammenhang mit dem externen Personalmarketing. Durch eine starke Arbeitgebermarke wird das Ziel der Personalbeschaffung durch das Personalmarketing vereinfacht. Aus der Employer Brand Research 2021 von randstad geht dabei hervor, dass eine starke Arbeitgebermarke zu einer bis zu 2x schnelleren Einstellungszeit führen kann. Damit können durch gelungene externe Employer Branding Maßnahmen Recruitingkosten gesenkt und Einstellungszeiten verkürzt werden. Zusätzlich können die Maßnahmen dabei helfen, Mitarbeiter langfristig an das eigene Unternehmen zu binden, denn potenzielle Bewerber nehmen die Außenwirkung eines Unternehmens eher durch die Arbeitnehmer wahr.

Brauchst du Unterstützung dabei, deine Arbeitgebermarke aufmerksamkeitsstark zu präsentieren? Mit StudySmarter erreichst du über 21 Millionen junge Talente, welche noch das passende Unternehmen für ihren Berufseinstieg suchen.

Externes Employer Branding – Umsetzung für eine starke Außenwirkung

Bevor du mit der Umsetzung von externen Employer Branding Maßnahmen beginnst, sollte die Arbeitgebermarke klar definiert und von innen heraus gestärkt sein. Nur so stellst du sicher, dass Außendarstellung und gelebter Unternehmensalltag im Einklang stehen. Wir stellen sechs Möglichkeiten vor, mit denen deine Arbeitgebermarke ihre Außenwirkung optimal entfalten kann.

Karriereseite

Die Karriereseite eines Unternehmens dient einem noch größeren Nutzen, als dem reinen Auflisten von offenen Positionen. Laut einer randstad-Studie aus dem Jahr 2021 suchen 52 % aller Bewerber zunächst die Karriereseite sowie soziale Netzwerke eines Unternehmens auf, um mehr über die Arbeitgebermarke zu erfahren. Eine der ersten Maßnahmen im externen Employer Branding sollte daher die Überarbeitung der unternehmenseigenen Karriere-Website sein.

Verschaffe potenziellen Kandidaten einen authentischen Einblick, indem du

  • Mitarbeiterstimmen,
  • Schnappschüsse aus dem Arbeitsalltag und
  • „Behind-the-Scenes“-Videos nutzt.

Wichtig hierbei: Verwende nicht einfach nur leere Floskeln, wie „Teamarbeit auf Augenhöhe“, sondern zeige an konkreten Beispielen, was dein Unternehmen zu bieten hat.

Externes Employer Branding, Ausschnitt der Karriereseite von Bosch, StudySmarter
Externes Employer Branding Maßnahmen – Ausbildung bei Bosch

Ein Beispiel: Bosch zeigt auf der eigenen Karriereseite, was die Ausbildung im Unternehmen so einzigartig macht. Besonders herausgestellt wird hierbei die fachkundige Betreuung und moderne Ausbildungsmethoden, welche anhand von konkreten Beispielen untermauert werden („Lerninseln oder Juniorfirmen“). Gleichzeitig werden die Themen der Weiterbildung und Jobsicherheit konkret benannt, welche wichtige Entscheidungskriterien insbesondere für die Generationen Y und Z darstellen.

Stellenanzeigen

Auf der Suche nach dem Traumjob werden Hunderte von Stellenanzeigen durchgestöbert. Damit dein Unternehmen sich von der Masse abhebt, sollten Standardformulierungen künftig gestrichen werden. Nutze in Stellenanzeigen deine eigene Unternehmenssprache für ein unverwechselbares externes Employer Branding.

  • Was bedeuten „spannende Aufgabengebiete“?
  • Wie setzt sich das Team zusammen?
  • Wie sehen die Entwicklungsmöglichkeiten konkret aus?

Je spezifischer du in deinen Aussagen bist, desto besser können sich Kandidaten ein Bild über die ausgeschriebene Position machen und Erwartungen sowie Anforderungen abgleichen.

Nutze unser integriertes Job-Board, um deine Stellenanzeigen treffsicher bei Berufseinsteigern und Nachwuchstalenten zu platzieren.

Soziale Medien

Das größte Hindernis im Bewerbungsprozess sehen Kandidaten darin, nicht zu wissen, wie sich das Arbeiten im Unternehmen anfühlt. Höchste Zeit, das zu ändern! Mit einem „Behind-the-Scenes“-Profil, kannst du (je nach gewünschter Zielgruppe) auf Instagram, Facebook, Snapchat oder TikTok Einblicke in deinen Unternehmensalltag liefern.

Am besten sollten die Mitarbeiter selbst aktiv werden und ihre beruflichen Highlights in Schnappschüssen oder kurzen Videos festhalten. Auch Interviews sind eine vielversprechende Option, um über Einstiegsmöglichkeiten oder Tätigkeitsfelder zu berichten. Kommen aktuelle Auszubildende zur Sprache, ist es noch einfacher, den Funken auf die potenzielle nächste Azubi-Generation überspringen zu lassen.

Neben der Präsentation als Arbeitgeber, haben die sozialen Netzwerke mit dem Social Recruiting eine neue Art der Personalbeschaffung ermöglicht. Über die unternehmenseigenen Profile können Stellenanzeigen veröffentlicht werden und Recruiter können vielversprechende Talente direkt innerhalb der Social Media Plattformen ansprechen.

Brauchst du noch mehr Inspiration? Hier haben wir einige Ideen für „Employer Branding Social Media Beispiele“ zusammengetragen.

Veranstaltungen

Eine echte Möglichkeit, mit deiner Zielgruppe in einen direkten Kontakt zu treten, sind Job- und Karrieremessen. Diese sind zwar lokal eingeschränkt und bieten daher nicht die größtmögliche Reichweite, jedoch können hier persönliche Kontakte hergestellt werden.

Eine Alternative zu Karrieremessen bieten virtuelle Formate wie eigene Webinare. Hierzu können entweder vorhandene Kontakte aus Active Sourcing-Maßnahmen eingeladen werden oder es wird über den Karriere-Newsletter eine Einladung verschickt. Neben allgemeinen Infoveranstaltungen zu Ausbildungsmöglichkeiten im Unternehmen können auch bestimmte Berufe fokussiert werden. Hier bietet es sich an, dass ein Mitarbeiter aus dem Bereich für Fragen zur Verfügung steht und über seinen Alltag berichtet.

Corporate Influencer

Da, wo bislang Mitarbeiterempfehlungen nur unter Freunden und Bekannten herrschten, ist inzwischen eine viel größere Spielwiese entstanden. Berufliche Netzwerkplattformen, wie LinkedIn oder Xing, verschaffen Mitarbeiterstimmen heute einen reichweitenstarken Auftritt. Und auch auf weiteren Social-Media-Kanälen sind nicht nur Schnappschüsse aus dem letzten Urlaub, sondern vermehrt Einblicke in den Arbeitsalltag zu finden.

Ein Beispiel: Es müssen nicht immer Beiträge direkt über das Unternehmensprofil geteilt werden, um das externe Employer Branding zu stärken. Eine SNOCKS-Mitarbeiterin liebt ihren Job und teilt das gerne mit ihrem Netzwerk. Regelmäßig berichtet sie hierfür auf LinkedIn über berufliche Herausforderungen, Learnings oder Team-Events ihres Arbeitgebers. So wird die Arbeitgebermarke über kleine Anekdoten und Geschichten ganz nebenbei an potentielle Kandidaten getragen.

Externes Employer Branding, LinkedIn Beitrag eines Corporate Influencers, StudySmarter
Externes Employer Branding Maßnahmen – Corporate Influencer

Die Basis für diese externe Branding-Maßnahme ist ein Team, das in jeder Hinsicht hinter der Vision ihres Arbeitgebers steht. Hierfür müssen durch das Unternehmen Werte und ein Leitbild geschaffen werden, mit welchem sich die Arbeitnehmer identifizieren können.

Bei uns findest du auch weitere Beispiele für Corporate Influencer sowie Tipps für die Umsetzung in deinem Unternehmen.

Blog

Ein Unternehmensblog lässt sich am besten direkt auf der Karriere-Website integrieren. Hier erhalten potenzielle Bewerber die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Dabei kann es sich um einen zielgruppenspezifischen Azubi-Blog oder um einen übergreifenden Team-Blog handeln.

Einige Content-Ideen:

  • Interviews zu verschiedenen Tätigkeits- und Berufsfeldern im Unternehmen
  • Mitarbeitervorstellungen: Erste Gemeinsamkeiten können, mit einer persönlichen Note versehen, gefunden werden.
  • Rückblick auf vergangene (Team-)Events
  • Einblick in Projekte: Engagiert sich das Unternehmen? Gibt es Forschungsprojekte? Wie können sich Mitarbeiter beteiligen?

Externes Employer Branding – Maßnahmen mit StudySmarter

Externes Employer Branding ist am effektivsten, wenn es wahrgenommen wird, bevor die aktive Jobsuche beginnt. Darum ermöglichen wir Unternehmen, frühzeitig mit Schülern und Studenten in Kontakt zu treten.

Auf unserer Lernplattform StudySmarter bereiten sich über 21 Millionen Lernende auf ihre Prüfungen vor. Darunter findet sich ein großer Anteil an Schülern oder Studenten in abschlussnahen Semestern, welche kurz vor dem Berufseinstieg stehen. Viele wissen noch nicht, wo ihre Reise hingehen soll und halten ihre Augen offen für potenzielle Arbeitgeber. Regelmäßige Umfragen unter unsern Nutzern zeigen dabei, dass Unternehmensangebote innerhalb unserer Lernplattform sehr positiv und hilfreich für die Berufsorientierung wahrgenommen werden.

Das Besondere dabei: Du erreichst deine Wunschzielgruppe und unsere Nutzer erhalten relevante Unternehmensanzeigen, welche ihrem Nutzerprofil entsprechen. Damit entsteht für beide Seiten eine Win-win-Situation.

Hierfür nutzen wir unser einzigartiges Targeting, welches Ihnen dabei hilft, Ihre Zielgruppe optimal abzustecken. Es ist dir beispielsweise möglich, aus unseren Lernenden nur diejenigen anzusprechen, welche sich im 5. oder 6. Semester eines Informatikstudiums im Radius von 30 km um München befinden.

Möchtest du dein externes Employer Branding mit StudySmarter angehen? Du hast die Möglichkeit, dich über die nächsten Schritte zu informieren. Möchtest du stattdessen direkt mit einem Ansprechpartner Kontakt aufnehmen? Dann nimm Kontakt zu uns über das Formular auf.

Externes Employer Branding – Next Gen überzeugen

Je mehr du über deine Zielgruppe weißt, desto genauer kannst du diese ansprechen. Für die Besetzung von Ausbildungs- und Studienplätzen lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Charakteristika nachrückender Generationen zu werfen. Auch Trends rund um Social Media sollten kontinuierlich verfolgt werden, um den Anschluss zur Zielgruppe nicht zu verpassen. Unsere vier Tipps für die Ansprache der Generation Z:

  • Kreativität zeigen: Nutze Social-Media-Plattformen, um deine Arbeitgebermarke unterhaltsam bei der Generation Z zu präsentieren. Die Königsdisziplin liegt dabei in der Nutzung von Video-Trends, welche du optimal auf Ihre Branche ummünzen kannst. Einige Beispiele hierfür findest du beispielsweise auf dem TikTok Kanal von REWE.
  • Vision in den Vordergrund rücken: Eine sinnstiftende Tätigkeit ist für viele GenZler ein ausschlaggebendes Kriterium bei der Berufswahl. Zeige in deinen externen Employer Branding-Maßnahmen, wie sie Teil der Unternehmensvision werden und was sie mit ihrer Arbeit bewirken können.
  • Auf die richtigen Werte setzen: Die Arbeitsplatzsicherheit sowie die Flexibilität in der Auswahl der Arbeitszeit- und dem Ort sind der Generation Z besonders wichtig. Hier können besonders Behörden- und Verwaltungsstellen mit dem Sicherheitsaspekt punkten, vor allem wenn entsprechende Kampagnen an die Next Gen gerichtet werden.
  • Authentizität: Grundsätzlich gilt, dass in vielen Branchen und Jobs Vorteile stecken, welche sich optimal mit den Bedürfnissen der Generation Z vereinbaren lassen – finde diese für deine Arbeitgebermarke!

Erfolgskriterien – Externes Employer Branding Maßnahmen

Egal, wie groß das Unternehmen ist: Externe Employer Branding Maßnahmen sind ein Must-have im Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte. Dabei kann sich jedes Unternehmen seine Eigenheiten zum Vorteil machen und sich mit einzigartigen Benefits sowie Werten vom Wettbewerb abgrenzen.

Bei der Auswahl der externen Employer Branding Maßnahmen solltest du verschiedene Kanäle kombinieren und dir vorab überlegen, wo du deine Zielgruppe am besten antreffen kannst. Während du deine Employer Brand auf Social Media unterhaltsam ins Gedächtnis rufen kannst, lohnen sich gezielte Anzeigen auf Lern- und Berufsplattformen, um die Zielgruppe im richtigen Umfeld abzuholen und frühzeitig auf Karrieremöglichkeiten aufmerksam zu machen.

Abschließend die Erfolgsfaktoren für externes Employer Branding zusammengefasst:

  • Eine langfristig ausgelegte Employer Branding Strategie.
  • Ein authentischer und unverwechselbarer Unternehmensauftritt.
  • Das eigene Team zeigen und zu Wort kommen lassen.
  • Geschichten nutzen, um Ihre Employer Brand zum Leben zu erwecken.
  • Kreativität bei der Ausgestaltung verschiedener Kampagnen beachten.

Tipps für den Aufbau einer starken Arbeitgebermarke findest du auch in unserem kostenlosen Guide Employer Brand: Mit dieser Strategie machst du sie fit für die Talente von morgen.

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